Unsere "Pastorale Mission"

"Steht auf und geht in die Stadt; dort wird euch gesagt werden, was ihr tun sollt!" (vgl. Apg 9,6) Dieser Satz ist uns zum Leitsatz geworden und ist maßgeblich unsere Motivation, in Dortmund auf die Straßen zu gehen, um den Glauben anzubieten.

‚Gott einen Ort sichern‘[1]– in Anlehnung an dieses Wort der französischen Mystikerin Madeleine Delbrêl möchte das Katholische Forum Dortmund ‚den Glauben anbieten‘[2]. Wie einst Paulus mitten in Athen[3], so wollen auch wir heute versuchen inmitten der säkularisierten Stadt Dortmund Menschen en passant mit ihren heutigen Sehnsüchten und Bedürfnissen auf die Spur zu kommen. Mit oder auch ohne Worte wollen wir, anknüpfend an das biblische Bild vom Sauerteig[4], unseren Glauben bezeugen und so in Dortmund Wachstum im Glauben ermöglichen.

‚Es muss doch mehr als alles geben.‘ – Mit diesem  – im allerbesten Wortsinn – irritierenden Gedanken von Dorothee Sölle wollen wir den Menschen in der Stadt in  Offenheit und Freiheit begegnen. Dies alles mit der christlichen Haltung der Gastfreundschaft und Wertschätzung.

Zur konkreten Umsetzung dieses missionarisch-evangelisierenden Auftrags konzipieren wir innovativ-citypastorale Projekte für spirituell Interessierte in der Stadt. Zudem werden wir weiterhin theologische Kurse und Veranstaltungen sowie seelsorgliche Gespräche und geistliche Begleitung anbieten.

Das Katholische Forum ergänzt auf diese Weise bereits bestehende Angebote in Kooperation mit katholischen und evangelischen ChristInnen und Einrichtungen in Dortmund und darüber hinaus. Dies alles geschieht in ökumenischer Offenheit. Inspiriert von der Frohen Botschaft Jesu Christi suchen wir nach der Bedeutung des Evangeliums für die Gegenwart:  „Wir können nicht außerhalb von Raum und Zeit aus dem Wort des Herrn heraushören, was er heute von uns will. Unser Beitrag besteht darin, heute, in der heutigen Welt und in der heutigen Zeit darauf zu lauschen, was der Herr seit jeher für heute von uns will, für die heute lebenden Menschen, für unseren heutigen Nächsten, und dafür zu beten, dass wir es sehen und begreifen.“[5]

 

 

[1] vgl. „Madeleine Delbrêl: Deine Augen in unseren Augen – Die Mystik der Leute von der Straße“, HG: Annette Schleinzer, Verlag Neue Stadt, S. 110.

[2]  siehe den gleichnamigen Hirtenbrief der französischen Bischöfe  aus dem Jahr 1996.

[3] siehe Apg 17, 16-34.

[4] siehe Lk 13,20f.

[5] aus: „Madeleine Delbrêl: Prophetin einer Kirche im Aufbruch – Impulse für Realisten“, HG: Annette Schleinzer, Verlag Neue Stadt, S. 31.