FreitagForum

Inspirierende Gedanken durch einen Vortrag zu gesellschaftspolitischen, kulturellen und kirchlich-religiösen Fragen unserer Zeit sowie spirituelle Impulse durch das thematisch passende Rahmenprogramm mit Live-Musik, Bildern und Texten.

Anmeldung

Bei den jeweiligen Veranstaltungen finden Sie einen “Anmelde-Button”. Bitte melden Sie sich im Vorfeld an, da wir hinsichtlich der Hygienekonzepte an den einzelnen Veranstaltungsorten nur eine begrenzten Anzahl an Plätze haben.

Wechsel des Veranstaltungsortes

Coronabedingt müssen wir das Mallinckrodtgymnasium als ursprünglich geplanten Veranstaltungsort verlegen. Wir freuen uns, eine passende Alternative gefunden zu haben: das sweetSixteen-Programmkino im Depot (Immermannstr. 29, 44147 Dortmund).

Dazu gilt es folgende Informationen zur Kenntnis zu nehmen:

  • An den Veranstaltungen im Depot können bis zu 60 Personen teilnehmen.
  • Daneben stehen ausreichend kostenlose Parkplätze zur Verfügung; auch die U-Bahnanbindung (Haltestelle Immermannstraße/Klinikzentrum-Nord) ist fußläufig gut erreichbar.
  • In Anlehnung an die gesetzlichen Coronavorgaben gibt es im Kino eine feste Sitzplatzzuordnung mit Mindestabstand. Zudem ist ein Mund-Nasen-Schutz notwendig.
  • Die Kinoleitung wird anhand der TeilnehmerInnen-Listen die Platzvergabe im Vorfeld der Veranstaltung vornehmen und die Gäste zu Beginn der Veranstaltung entsprechend informieren.

Programm 2020/2021

30.10.2020 Propsteikirche Dortmund: Thomas Quast, "Klang der Gewaltfreiheit"

“Klang der Gewaltfreiheit…”

… dafür stehen u.a. Thomas Quast (Ruhama) und andere mit Liedern, Texten und Beispielen gelebter Gewaltfreiheit.

Wie aus Fremden Freundinnen und Freunde werden – wie nach Verletzungen Versöhnung gelingen kann – wie Menschen Mut und Kraft finden, dem Unrecht und der Gewalt ohne Gewalt zu widerstehen – wie sie zugleich Dialog und Begegnung ermöglichen – wie Menschen und Strukturen verwandelt werden, wenn Herzen berührt werden und Gewaltfreiheit wirkt.

Zur Person: Thomas Quast ist Richter, Musiker und Komponist Neuer Geistlicher Lieder.

Beteiligte Personen:

Peter Deckert | Sprecher

Sylvia Cordie | Sprecherin

Andrea Hommelsheim | Gesang

Michael Lätsch | Gitarre, Gesang

Thomas Quast | Piano, Gesang

Thomas Wurth | Flügelhorn, Trompete

Ort: Propsteikirche Dortmund, Schwarze-Brüder-Straße 7, 44137 Dortmund.

Uhrzeit: 19:30 – 21:15 Uhr

Musikalische Leitung: Thomas Quast

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27.11.2020 sweetSixteen Kino im Depot: Willibert Pauels, "Humorvolles – Besinnliches - Trauriges – Tröstliches"

Schwarzes Hütchen, rote Pappnase und breites Lächeln im Gesicht – so kennt man den rheinischen Karnevalisten Willibert Pauels von seinen Auftritten bei unzähligen Fernsehsitzungen. Der katholische Diakon hat sich als „Bergischer Jung“ einen Namen gemacht und Frohsinn verbreitet. Zu diesem Bild will so gar nicht die andere Seite des Büttenclowns passen: Ihn quälten Depressionen. Im FreitagForum geht er auf die unterschiedlichen Facetten seines Lebens ein.

Zur Person: Büttenredner und Diakon Willibert Pauels

Ort: sweetSixteen Programmkino im Depot, Immermannstr. 29 44147 Dortmund

Uhrzeit: 19:30 – 21:15 Uhr

Musik: Florian Bölker, Flügel

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13.12.2020 Propsteikirche Dortmund: Hildegund Keul, "Das Wagnis der Verwundbarkeit"

“Wer sich verwundbar macht, hat schon verloren.“ So wollen es uns rechtspopu­lis­tische Parteien und lautstarke Demonstrationen in den letzten Jahren weismachen; sie fordern höhere Mauern und schärfere Waffen. Das Christentum aber erzählt eine ganz andere Geschichte. Die biblischen Erzählungen zu Weihnachten laden dazu ein, Verletzlichkeit zu wagen. Denn an Weihnachten kommt Gott nicht mit Rüstung und Schwert, sondern er wird geboren als Kind, das auf die Zuwendung anderer Menschen angewiesen ist. Gott selbst, aber auch die Menschen, die zur Krippe kommen, wagen Verletzlichkeit und gewinnen damit auch für sich selbst. Sie erhören die himmlische Botschaft, dass dieses Wagnis Menschlichkeit eröffnet. Verletzlichkeit bedeutet, dass man offen ist, nicht durch Rüstungen geschützt und durch Mauern getrennt, sondern berührbar, offen für Kommunikation. Nur so kann man hingebungsvoll leben.

Zur Person: Prof. Dr. Hildegund Keul, geboren 1961, ist Theologin, Religionswissenschaftlerin und Germanistin, zurzeit tätig als außerplanmäßige Professorin für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft in Würzburg. Schwerpunkte ihrer Forschung sind die aus der Armutsbewegung entstandene Mystik des 13. Jahrhunderts in ihrer Bedeutung für die Gegenwart sowie seit 2010 das Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft: „Verwundbarkeiten“.

Ort: Propsteikirche Dortmund, Schwarze-Brüder-Straße 7, 44137 Dortmund.

Uhrzeit: 15 – 16:30 Uhr

Musik: Notabene (Gisela Halbach, Renate Menzel und P. Jürgen Heite SAC)

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22.01.2021 sweetSixteen Kino im Depot: Gregor Taxacher "Kirche und Rechtsruck"

Ein Gespenst geht um, global: die autoritäre Versuchung. Von Trumps USA über Bolsonaros Brasilien bis zu Orbans Ungarn und der PIS in Polen bestimmen nationalistische und die Demokratie aushölende Kräfte die Politik. Auch in Deutschland zieht diese Versuchung rund um die AfD zahlreiche Menschen an – offenbar als brachiale “Lösung” der unübersichtlichen Probleme der Spätmoderne.

Viele dieser Bewegungen berufen sich auf Religion: auf das christliche Abendland, auf ein evangelikal oder katholisch konservatives Christentum.

Auch hierzulande gibt es deutliche Überschneidungen zwischen der neuen Rechten und traditionalistischen kirchlichen Gruppen.

Deshalb ist die Auseinandersetzung mit dem Rechtsruck in der Gesellschaft, der rechten Normalisierung in der Debattenkultur, nicht nur eine politische Herausforderung für die Kirchen, sondern eine Herausforderung für ihr eigenes Selbstverständnis. Die Auseinandersetzung um die Präsenz der AfD auf Kirchentagen hat dies konkret vor Augen geführt.

Muss eine pluralistische Kirche auch rechtsgerichtete Kräfte in den eigenen Gemeinden aushalten? Inwiefern ist die Auseinandersetzung mit ihnen nicht nur eine politische, sondern zugleich eine theologische Herausforderung? Gibt es so etwas wie ein politisches Bekennen für Christen?

Zur Person: Dr. theol. habil. Gregor Taxacher ist katholischer Theologe, Geschichtsphilosoph, Journalist und Autor.

Ort: sweetSixteen Programmkino im Depot, Immermannstr. 29 44147 Dortmund

Uhrzeit: 19:30 – 21:15 Uhr

Musik: Klezmer-Trio (Gisela Halbach, Bernd Rosenberg, David Orievski)

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12.02.2021 sweetSixteen Kino im Depot: Annette Schleinzer, „Wer Gott umarmt, findet in seinen Armen die Welt“ - Anregungen zur Citypastoral aus der Begegnung mit Madeleine Delbrêl

Die kirchliche Umbruchsituation, auch mancherlei Abbrüche sind längst spürbar. Bloße strukturelle Veränderungen genügen nicht: Es braucht auch eine innere Neuausrichtung, einen Perspektivenwechsel, eine andere Haltung denen gegenüber, die keinen Bezug zur Kirche und zum christlichen Glauben haben. Mit Blick auf Dortmund wird uns Dr. Annette Schleinzer an diesem Abend hochaktuelle Impulse aus dem Lebenszeugnis und den Schriften von Madeleine Delbrêl vorstellen. Durchdrungen vom ‚Realismus des Glaubens‘ fordern sie heraus, ganz nahe bei den Menschen zu sein – und selbst neu in die Tiefe zu gehen.

Zur Person: Dr. theol. Annette Schleinzer ist Ordinariatsrätin und theologische Referentin des Magdeburger Bischofs Gerhard Feige. Seit 2001 arbeitet sie auch im Fachbereich Pastoral in Kirche und Gesellschaft. Ihre Schwerpunkte sind die theologische Konzeption einzelner Projekte und geistliche Begleitung. Zudem ist sie eine renommierte Kennerin der französischen Mystikerin Madeleine Delbrêl.

Ort: sweetSixteen Programmkino im Depot, Immermannstr. 29 44147 Dortmund

Uhrzeit: 19:30 – 21:15 Uhr

Musik: Hella Luzinde Hahne, Harfe

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19.03.2021 sweetSixteen Kino im Depot: Norbert Lammert, "Zwischen Multikulti und Leitkultur - Was eine Gesellschaft zusammenhält"

Die Frage nach dem inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft ist in Zeiten der Globalisierung und multikultureller Orientierungen nicht einfacher, aber eher noch dringlicher geworden. Prof. Dr. Norbert Lammert wird sich auf die Suche nach politischen, rechtlichen, kulturellen und religiösen Aspekten machen, die soziale Ordnung begründen und bewahren.

Zur Person: Norbert Lammert hat die Politik in Deutschland über fast vier Jahrzehnte aktiv begleitet und in wichtigen Ämtern mitgestaltet. Zwölf Jahre war er Präsident des Deutschen Bundestages, dem er von 1980 bis 2017 angehörte. In den Regierungen von Helmut Kohl amtierte er als Parlamentarischer  Staatssekretär in den Bundesministerien für Bildung und Wissenschaft, für Wirtschaft und schließlich für Verkehr sowie als Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt.
Begonnen hat Norbert Lammert sein politisches Engagement als Mitglied des Rates seiner Heimatstadt Bochum, wo er 1948 geboren wurde. Über zwanzig Jahre war er Parteivorsitzender der CDU im Ruhrgebiet, dem er bis heute in Aufsichts- und
Beratungsgremien der Wirtschaft wie der Kultur eng verbunden geblieben ist. 2003 erhielt Lammert einen Lehrauftrag für Politikwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, die ihn 2008 zum  Honorarprofessor ernannte. Seine zahlreichen Publikationen befassen sich mit gesellschafts-, wirtschafts- und kulturpolitischen Themen.
Seit Januar 2018 ist er Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Ort: sweetSixteen Programmkino im Depot, Immermannstr. 29 44147 Dortmund

Uhrzeit: 19:30 – 21:15 Uhr

Musik: Kirsten und Stephan Wolke (Gesang und Gitarre)

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02.04.2021 (Karfreitag) Petri-Kirche Dortmund: Kettwiger Bach-Ensemble "Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn" – Eine Karfreitagsmeditation

„Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn“ – dieser Gedanke aus dem Philipperbrief des Paulus lässt aufhorchen, wahrscheinlich ist er sogar verstörend. Sterben und Tod sind zumeist gemiedene Gesprächsthemen, obwohl sie doch zu jeder Menschengeschichte dazugehören. Albert Schweitzer brachte diese Widersprüchlichkeit so zum Ausdruck: „Wir alle müssen uns mit dem Gedanken an den Tod vertraut machen, wenn wir zum Leben wahrhaft tüchtig werden wollen.“

Die existentielle Frage des Lebens und des Todes findet ihren Widerhall in der Mitte der christlichen Glaubensgeschichte: der Tod Jesu lenkt im Glauben den Blick auch auf das eigene Sterben – und darüber hinaus: Sterben ist mein Gewinn… 

Die „Musicalischen Exequien“ von Heinrich Schütz bilden den musikalischen Mittelpunkt dieses Karfreitagabends. Sie sind eine Zusammenstellung von Bibelversen und Liedtexten, die im Jahr 1636 als Schütz‘ Opus 7 im Druck erschienen sind. Die biblischen Gebete und Texte wollen uns helfen, unsere Existenz im Licht christlicher Verheißung und Auferstehungshoffnung zu bedenken.

Hören, deuten, schweigen, Fürbitte halten: eine Karfreitagsmeditation für Menschen auf der Suche.

Zum Ensemble: Die Begeisterung für neue und anspruchs­volle Vokalprojekte und die Lust, auch unkonventionelle musikalische Wege zu beschreiten, verbindet die Mitglieder des Kettwiger Bach-Ensembles seit seiner Gründung 1984. Unter der Leitung von Wolfgang Kläsener entstand ein Kammerchor mit breitem Repertoire aller Epochen. Stets wird das Kettwiger Bach-Ensemble für seine sensible und lebendige Interpretation der gewählten Literatur gelobt, wie auch für die Transparenz seines ausgewogenen Klanges.

Ort: Ev. Stadtkirche St. Petri, Petrikirchhof 7 44137 Dortmund

Uhrzeit: 19:30 – 21:15 Uhr

Musik: Kettwiger Bach-Ensemble

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