04.07.2026

Impuls zum 14. Sonntag im Jahreskreis

Ein Segen für Gottes Neue Welt

 

Gott segne uns mit Unbehagen

 

über allzu leichte Antworten, Halbwahrheiten und oberflächliche Beziehungen

 

– auf dass wir aus der Fülle unserer Herzen leben!

 

 

 

Gott segne uns mit Zorn

 

über Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung

 

– auf dass wir uns einsetzen für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden!

 

 

Gott segne uns mit Tränen

 

um die, welche Schmerzen erleiden, Zurückweisung, Hunger und Krieg,

 

– auf dass wir unsere Hände ausstrecken, sie zu trösten und ihren Schmerz in Freude verwandeln!

 

 

Und Gott segne uns mit jener Torheit,

 

die daran festhält, dass eine andere Welt möglich ist

 

– auf dass wir die Kraft finden zu tun, was andere für unmöglich halten.

 

(Munib Younan, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, 2010 – 2017 Präsident des Lutherischen Weltbundes, aktiv in Dialog-Initiativen der drei Abrahamitischen Religionen)

 

 

Evangelium:  

Mt 11, 25-30: Die neue Lebensordnung

25 Jesus betete in jenen Tagen: „Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Du hast angefangen, deine neue Welt zu errichten. Ich danke dir, dass du das alles vor denen verborgen hast, die sich für klug und gebildet halten, aber einfachen Menschen hast du es enthüllt.

26 Ja, Vater, so wolltest du es haben, und dafür danke ich dir.

27 Mein Vater hat mir alle Macht gegeben. Niemand kennt den Sohn wirklich außer der Vater, auch den Vater kennt niemand – nur der Sohn und jene, denen der Sohn es offenbaren will.

28 Kommt alle zu mir, die ihr euch abmüht und belastet werdet; ich werde euch ausruhen lassen.

29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig zu allen und immer bereit zu dienen. Das wird eurem Leben Sinn und Erfüllung geben.

30 Was ich anordne, ist erträglich für euch, und was ich euch aufbürde, ist leicht.“